Tellerlinsen - bekannt, bewährt und vielseitig

Getrocknete Tellerlinsen
Getrocknete Tellerlinsen.
Bild: © Tzogia Kappatou - 123rf.com

Die Tellerlinse ist für viele Menschen hierzulande die "Linse" schlechthin. Die grün-braune Linsensorte war schon für unsere Vorfahren ein sehr günstiges und nahrhaftes Lebensmittel, das dereinst für wenige Heller zu haben war. Deswegen war der ursprüngliche Name dieser Linsen wohl auch "Hellerlinsen". Als der Heller als Zahlungsmittel schließlich ausgedient hatte, änderte sich der Name in Tellerlinsen. Dieser Name passt schon deshalb so gut, weil vermutlich fast jeder diese Linsen schon mal in Form eines deftigen Eintopfs auf dem Teller gehabt hat.

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Die Anbaugebiete des Linsenklassikers

Obwohl das Spektrum an Linsensorten gerade in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat, bleibt die Tellerlinse Deutschlands meistverkaufte Linsensorte. Die Hauptanbaugebiete befinden sich jedoch in den USA, in Kanada, in Spanien und in der Türkei. Weitere nennenswerte Produzenten sind Chile sowie Argentinien. Die in den spanischen Castilla-La Mancha Feuchtgebieten angebauten Tellerlinsen gelangen unter dem Namen Trojalinsen in den Handel.

Größe und Aussehen

Die Tellerlinsen zählen zu den sogenannten großen Linsensorten. Sie haben einen Durchmesser von 6 bis 7 Millimetern. Ihre Farbigkeit reicht von grün über gelb bis hin zu olivgrün und braun. Trotz der so unterschiedlichen Farbnuancen handelt es sich stets um die gleiche Linsensorte. Der Farbton wird durch die Dauer der Lagerung bestimmt. Frisch geerntete Tellerlinsen sind grün, und je länger sie gelagert werden, umso bräunlicher werden sie. Die Lagerdauer beeinträchtigt jedoch nicht den Geschmack. Lediglich die Kochzeit der Linsen nimmt mit der Lagerdauer zu. Im Inneren behalten die Tellerlinsen stets eine gelbe Farbe. Im Laufe des Kochprozesses platzt die Schale der Tellerlinsen auf und der sämige Kern wird freigelegt.

Geschmack und Verwendung

Der Geschmack der Tellerlinsen ist mild und rustikal erdig mit einem dezenten Hauch von Nüssen. Durch ihre Größe sind die Hülsenfrüchte sehr ergiebig. Das macht diese Linsensorte so beliebt für eine bodenständige und deftige Küche. Ihre Konsistenz ist angenehm weich und der feine Geschmack mit dem milden Nussaroma passt zu vielen anderen Lebensmitteln.

Tellerlinsen sind eine hervorragende Einlage für Suppen und Eintöpfe, die gerade in der kalten Jahreszeit auch von Innen wärmen. In der traditionellen Küche hat die Tellerlinse einen festen Platz. In vielen europäischen Ländern gibt es traditionelle Gerichte mit Tellerlinsen. Die Eintopfklassiker gibt es mit oder auch ohne Kartoffeln, mit Zwiebeln, Paprika, Blut- und Brühwürsten, Speck oder Schinken und in zahlreichen anderen Varianten.

Trotzdem ist die Tellerlinse keine ausschließliche Suppenlinse. In der schwäbischen Küche wird aus Tellerlinsen gern der Klassiker Linsen mit Spätzle bereitet. Auch in einer modernen und vegetarischen Küche sind Tellerlinsen eine wertvolle Komponente. Sie eignen sich zur Zubereitung von Brotaufstrichen, von Salaten und Aufläufen oder für Linsenbratlinge in zahlreichen Varianten. Als Beilage zu ganz unterschiedlichen Fisch-, Fleisch- und Gemüsegerichten machen Tellerlinsen ebenfalls eine gute Figur. Sie passen zur nord- und mitteldeutschen Küche ebenso wie zur alpenländischen, zur mediterranen oder zur asiatischen.

Inhaltsstoffe und Nährwerte

Tellerlinsen sind wie alle Linsensorten ein sehr gesundes Lebensmittel. Linsen enthalten kaum Fett, aber reichlich gesundes Eiweiß und hochwertige Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Linsen sind zudem reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie Kalium, Natrium, Magnesium, Zink und Folsäure. Das reichlich enthaltene Vitamin B6 ist gut für die Nerven und stimuliert die Funktion des Gehirns. Tellerlinsen sättigen auf angenehme Weise und sind als salzarmes Lebensmittel gut für eine natriumarme Ernährung geeignet. Lediglich Menschen mit erhöhter Harnsäurekonzentration oder mit einer Gichterkrankung sollten beim Verzehr von Linsen vorsichtig sein. Die in den Tellerlinsen enthaltenen Purine steigern die Harnsäureproduktion.

Der Nährwert von 100 Gramm Tellerlinsen beträgt etwa 300 Kilokalorien. Davon sind nur 1,5 Gramm Fett, 40 bis 45 Gramm Kohlenhydrate, 23 Gramm Eiweiß und 17 Gramm Ballaststoffe.

Nährwerttabelle - Tellerlinsen, getrocknet
Angaben pro 100g
Hersteller
Bezeichnung
REWE Bio Davert Müller's Mühle Tegut
Energie: 322 kcal
(1356 kJ)
275 kcal
(1150 kJ)
292 kcal
(1220 kJ)
324 kcal
(1356 kJ)
Fett: 1,5 g 1,6 g 1,5 g 1,5 g
  - davon gesättigte Fette: 0,3 g 0,2 g 0,3 g 0,3 g
Kohlenhydrate: 45,0 g 40,6 g 45,0 g 45,0 g
  - davon Zucker: 1,5 g 1,1 g 1,5 g 1,5 g
Ballaststoffe: k/A 17,0 g 17,0 g 17,0 g
Eiweiss/Protein: 23,5 g 23,4 g 23,5 g 24,0 g
Salz: k/A 0,02 g 0,01 g 0,03 g
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Alle Angaben ohne Gewähr. Diese Nährwertangaben unterliegen den natürlichen Schwankungen.

Tellerlinsen kochen

Lange Zeit wurde empfohlen, Tellerlinsen vor dem Kochen einzuweichen. Unsere Großmütter haben sich mit Sicherheit auch noch daran gehalten. Es hat sich jedoch gezeigt, dass dieser Prozess überflüssig ist. Spülen Sie die Linsen jedoch vorm Kochen in einem Sieb gründlich unter fließendem Wasser ab. So entfernen Sie problemlos kleine Steinchen oder andere Verunreinigungen. Zum Kochen der Linsen benötigen Sie die 3- bis 4 fache Menge an Wasser. Konkret bedeutet das, dass Sie für 250 Gramm Linsen eine Wassermenge von bis zu einem Liter brauchen. Die Kochzeit von nicht eingeweichten Linsen beträgt etwa 45 Minuten. Je frischer, also grüner die Tellerlinsen sind, umso schneller werden sie gar. In einem Schnellkochtopf werden die Linsen schon in 20 Minuten weich.

Tipps zum Einkauf und zur Lagerung

Tellerlinsen werden in zwei Formen im Handel angeboten. Ein Großteil wird in getrockneter Form verkauft. Und darauf sollten Sie schon beim Kauf unbedingt achten: Befallene Linsen erkennen Sie daran, wenn sich am Verpackungsboden eine mehlige Schicht abgesetzt hat. Trockene Linsen halten bei sachgerechter Lagerung mindestens ein Jahr und wenn kein Insektenbefall stattfindet auch noch wesentlich länger. Dafür müssen Sie die getrockneten Linsen kühl, dunkel und trocken aufbewahren und zuvor in ein luftdicht verschließbares Behältnis umfüllen.

Verschließbare Vorratsdosen aus Glas, Keramik oder modernem Kunststoff sind für die Lagerung von Linsen am besten geeignet. Sollten die Linsen doch einmal überlagert sein, werden sie beim Kochen nicht weich. Damit sind die Hülsenfrüchte dann auch ungenießbar.

Eine zweite Variante, in der Tellerlinsen angeboten werden, ist die in Konservenform. Das Haltbarkeitsdatum entnehmen Sie dem Etikett. Geöffnete Konserven müssen schnell verbraucht werden. Bereits gekochte Linsen können gut und gerne bis zu 4 Tagen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Eingefrorene gekochte Tellerlinsen oder fertige Linsengerichte halten bis zu 6 Monate. Tellerlinsen gibt es in jedem gut sortierten Lebensmittelgeschäft zu kaufen.

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  • kochen sämig weich und sind daher sehr gut für Eintöpfe, Aufstriche oder Bratlinge geeignet
  • mild-aromatisch im Geschmack und mehlig kochend
  • müssen nicht eingeweicht werden und sind nach ca. 20-30 Minuten gar
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Tegut Tellerlinsen Hersteller: Tegut
Netto-Gewicht: 500 g
Beschreibung: Tellerlinsen.

  • Ohne Geschmacksverstärker, Hefeextrakt, Süßungsmittel, gehärtete Fette und Farbstoffe
  • Die Tellerlinsen sind ohne Einweichen verwendbar